Gestern im Notarzt-Dienst hatte ich zwischen den Einsätzen etwas Zeit und das dringende Bedürfnis, mich etwas herunterzufahren. Deswegen habe ich mich an die Übersetzung der zweiten Urkunde gewagt. Latein ist echt nicht meine Sprache, so kompliziert und hölzern. Aber am Ende ist es doch gelungen, einen einigermaßen sinnvollen Text zu erstellen. Was für mich das faszinierendste ist, ist die Tatsache, dass vor 750 Jahren Menschen diese geschichtlichen Ereignisse miterlebt haben. Das kann einen doch nur ehrfürchtig werden lassen:
»Wir, Konrad IV. von Gottes Gnaden, gewählter König des Römischen Reiches, Jerusalems und Siziliens geben mit dem vorliegenden Dokument bekannt, dass wir all unsere Gebete den treuen Bürgern der Stadt Mühlhausen widmen. Wir überlassen der Reichsstadt gegen die Zahlung einer jährlichen Summe das Schultheißenamt, den Zoll und die Münze ab dem Fest der Himmelfahrt der Jungfrau Maria auf fünf Jahre. Gezeichnet und gesiegelt zu Nürnberg, am Ersten des Erntemonds Anno Domini 1251.«
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